Liquiditätsplanung

Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen jederzeit arbeitsfähig sein wollen (z. B. um Rechnungen der Lieferanten zu begleichen), muss Ihnen  das Geld  dafür zur Verfügung stehen: Sie müssen liquide sein. Planen Sie Ihre Liquidität sorgfältig und überlassen Sie sie nicht dem Zufall.

Zahlungsein- und -ausgänge
In einer Liquiditätsplanung ermitteln Sie den Zeitpunkt der künftigen Zahlungsein- und -ausgänge so exakt wie möglich. Überlegen Sie: Wann werden Ihre Kunden (voraussichtlich) ihre Rechnungen bezahlen? Bis wann müssen Sie wiederum anstehende Verbindlichkeiten beglichen haben? Reicht Ihr Kontokorrentkredit bei Ihrer Bank aus, falls Sie einmal nicht genügend Geld "in der Kasse" haben?

Zahlungsmoral berücksichtigen
Berücksichtigen Sie dabei, dass es mit der Zahlungsmoral oft nicht zum Besten steht. Knapp ein Viertel aller Unternehmen klagt darüber, dass ausstehende Rechnungsbeträge erst nach einer Frist von 30 Tagen eingehen. Berücksichtigen Sie diese Spanne also in Ihrer Liquiditätsplanung.

Liquiditätsverbesserung
Unternehmen können immer wieder schnell in Liquiditätsschwierigkeiten geraten (wenn z.B. ein Kunde seine Rechnung zu spät bezahlt).  Hier einige Tipps zur kurz- und mittelfristigen Liquiditätsverbesserung:

  • Geld in die Kasse: Treiben Sie sofort alle fälligen Forderungen ein.
  • Geld in die Kasse: Machen Sie wenn möglich eine persönliche Bareinlage.
  • Geld in die Kasse: Verkaufen Sie nicht unbedingt notwendige Vermögensteile.
  • Geld in die Kasse: Prüfen Sie, ob Sie öffentliche Förderprogramme des Bundes und/oder des Landes Brandenburg in Anspruch nehmen können:
    - Bund: Unternehmerkredit - Betriebsmittel - Liquiditätshilfe
    - Bund: Bürgschaftsprogramm für die neuen Bundesländer und Berlin
    - Land Brandenburg: Gründungs- und Wachstumsfinanzierung (GuW)
    - Land Brandenburg: Bürgschaftsbank Übernahme von Bürgschaften
    - Land Brandenburg: Konsolidierung und Standortsicherung (KoSta)
  • Finanziellen Spielraum erweitern: Erhöhen Sie wenn möglich Ihr Kreditvolumen.
  • Finanziellen Spielraum erweitern: Suchen Sie ggf. einen Beteiligungsgeber für „frisches" Beteiligungskapital.
  • Vertrauen schaffen: Besprechen Sie Ihre Lage frühzeitig mit Ihrem Kreditinstitut und ggf. Ihren Lieferanten.
  • Kosten sparen: Wandeln Sie ggf. teure Kontokorrentkredite in günstigere langfristige Darlehen um.
  • Partner suchen: Prüfen Sie die Angebote von Factoring-Instituten.
  • Partner suchen: Übergeben Sie Ihre Forderung dabei ggf. an Inkasso-Firmen.
  • Liquidität besser planen: Stellen Sie ggf. einen Rechnungswesen-Profi ein.

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg

Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam