Kauf durch Mitarbeiter
Wenn der Alt-Eigentümer ausscheidet, können ein oder mehrere Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter das Unternehmen übernehmen und weiterführen.
Vorteil: Eigene Mitarbeiter kennen das Unternehmen
Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter kennen die Stärken und Schwächen „ihres" Unternehmens meist besser als jeder „fremde" Nachfolger. Das hat für den Alt-Eigentümer den Vorteil, dass er sich auf eine erfolgreiche Fortführung seiner Arbeit eher verlassen kann und seine Altersversorgung z.B. durch eine Rente seitens der Nachfolgerin oder des Nachfolgers sicherer ist.
Nachteil: geringe Eigenmittel
Angestellte des Unternehmens sind in aller Regel keine „Millionäre". Sie müssen sich also für den Kauf des Unternehmens einen hohen Anteil an Fremdkapital leihen. Darum ist es aus ihrer Sicht besonders wichtig, dass
- das zu übernehmende Unternehmen so ertragreich ist, dass sie Zinsen und Tilgung regelmäßig erwirtschaften können,
- sie ausreichende Sicherheiten für die Finanzierung anbieten können, ohne den Handlungsspielraum für notwendige Investitionen zu sehr einzuschränken.
Angestellte/r und Chef
Für den Fall, dass Eigentümer und Nachfolger für eine Übergangszeit gemeinsam das Unternehmen leiten, müssen sich beide darauf einstellen, eine neue Rolle zu spielen:
- Die Alt-Eigentümerin oder der Alt-Eigentümer muss akzeptieren, nicht mehr „die erste Geige" zu spielen und sich dem neuen „Regiment" seines bzw. seiner ehemaligen Untergebenen unterzuordnen.
- Die Nachfolgerinnen oder Nachfolger müssen sich darauf einstellen, ihrem ehemaligen Chef (und ggf. auch den Rest der Belegschaft) gegenüber nun als Unternehmensführung aufzutreten.



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