Krisenmanagement
Jede Unternehmerin und jeder Unternehmer macht Fehler. Von einer Unternehmenskrise spricht man aber erst dann, wenn das Unternehmen „auf der Kippe" steht. Das kann dann passieren, wenn die
- Verkaufszahlen drastisch zurückgehen
- Kunden ihre Forderungen nicht begleichen
- Zahlungsunfähigkeit droht
Dann heißt es, schnell zu handeln und gegenzusteuern.
Warnsignale beachten
Krisenmanagement bedeutet immer, offene Augen für mögliche Warnzeichen innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu haben und frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dafür müssen Sie beispielsweise stets den Überblick über die finanzielle Lage Ihres Unternehmens haben. Sie sollten wissen, was Ihre Kunden über Ihr Angebot und das der Konkurrenz denken und wie sich Vertragspartner verhalten. Ein wichtiges Instrument für das Erkennen (und Vermeiden) von Krisen ist das Controlling. Wichtige Warnsignale sind:
- zunehmende Kundenbeschwerden
- zunehmende Konflikte mit Lieferanten
- sinkende Umsätze
- steigende Kosten
- sinkende Gewinne
- abnehmende Liquidität
- geringe oder keine Kreditspielräume bei der Hausbank
Beratung
Bei den ersten Warnzeichen wie Auftragsrückgang oder Umsatzrückgang sollten Sie sich umgehend beraten lassen (siehe Linkliste). Und begehen Sie nicht den Fehler, Ihre Bank erst dann zu informieren, wenn Ihr Konto überzogen und keine Besserung in Sicht ist. Sie sind darauf angewiesen, dass Ihre Bank Sie auch im Krisenfall unterstützt. Sorgen Sie daher dafür, dass Ihre Hausbank nicht das Vertrauen in Ihre unternehmerischen Fähigkeiten verliert.
Runder Tisch für Freie Berufe in Berlin und Brandenburg
Der Runde Tisch ist eine Anlaufstelle für Freiberufler, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Er prüft gemeinsam mit externen Betreuern, ob und mit welchen Mitteln freiberufliche Unternehmen gesichert werden können. Die Hilfe ist für den jeweiligen Freiberufler kostenlos.
Kontakt: Tel. 030-887 193 15.
Runde Tische der KfW
Die Runden Tische der KfW Bankengruppe bieten Beratungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) an, die aufgrund einer nicht erwartungsgemäß verlaufenen wirtschaftlichen Entwicklung in Schwierigkeiten geraten sind, obwohl sie gute Marktchancen haben. Hier wird nach den Gründen für die aufgetretenen Probleme und nach Lösungen dafür gesucht. Außer den Fahrtkosten für ihren Berater und gegebenenfalls der Umsatzsteuer fallen für die Unternehmen keine Betreuungskosten an. Die KfW arbeitet bei den Runden Tischen mit IHKs (Industrie- und Handelskammern) und HWKs (Handwerkskammern) vor Ort zusammen.
Turn Around Beratung (TAB)
Am 1. Mai 2009 ist die so genannte "Turn Around Beratung" (TAB) gestartet. Durch das Programm können in Schwierigkeiten geratene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Zuschüsse für Beratungsleistungen erhalten, um ihre Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit wiederherzustellen. Es wird von der KfW Bankengruppe in Kooperation mit Regionalpartnern durchgeführt.



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