Gründungsnetz Brandenburg

Netzwerk für mehr Selbstständigkeit in Brandenburg
Landesinitiative AGiL wird zum „Gründungsnetz Brandenburg" - vier neue Partner

Existenzgründungen werden in Brandenburg gezielt unterstützt. Jetzt ist die Unterstützung auf ein noch breiteres Fundament gestellt worden - mit dem „Gründungsnetz Brandenburg". Das „Gründungsnetz" ist aus der Landesinitiative AGiL „Aufbruch: Gründen im Land" hervorgegangen. Das Netzwerk verbindet jetzt alle wesentlichen Akteure. Dadurch werden die Angebote und Maßnahmen zur Gründungsförderung noch enger aufeinander abgestimmt. Mit der Umfirmierung wird zugleich ein Signal gegeben. Denn das Netzwerk ist mit vier weiteren Partnern (s.u.) noch breiter und umfassender geworden. Die entsprechende gemeinsame Vereinbarung haben alle Partner des „Gründungsnetzes" in Potsdam offiziell unterzeichnet.

Unter Federführung des Wirtschaftsministeriums haben in 2000 vier Ressorts der Landesregierung (Wirtschaft, Arbeit, Wissenschaft, Bildung) ihre Kräfte in der Unterstützung von Existenzgründungen gebündelt. 2002 kamen die brandenburgischen Kammern hinzu, 2003 die Brandenburgische Landesrektorenkonferenz und die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit.

Die vier neuen Partner des Netzwerkes sind: die Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH, die InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB), die ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB) sowie die Landesagentur für Struktur und Arbeit (LASA) Brandenburg GmbH. Ziel des „Gründungsnetzes" ist es, Brandenburgerinnen und Brandenburger für den Schritt in die Selbstständigkeit zu begeistern, sie fit für die Existenzgründung zu machen und Hilfestellungen bei der Festigung junger Unternehmen zu geben.

Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns erklärte: „Brandenburg ist ein Gründerland. Ich freue mich, dass wir in 2006 mit einer Selbstständigenquote von 12,2 Prozent einen neuen Höchstwert erreicht haben. Damit liegen wir an der Spitze der Neuen Bundesländer und inzwischen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 11,2 Prozent. Dazu hat nicht zuletzt die gebündelte Gründerberatung und -unterstützung beigetragen. Aus der ursprünglichen Landesinitiative ist inzwischen ein breites landesweites Netzwerk geworden. Das wird auch mit dem neuen Namen ‚Gründungsnetz' deutlich gemacht. Mit den vier neuen Partnern ist das Bündnis noch schlagkräftiger geworden. Das Gründungsnetz trägt dazu bei, durch effektiv aufeinander abgestimmte Beratung und Begleitung den Gründerinnen und Gründern maßgeschneiderte Unterstützung zu bieten und das Gründungsklima im Land weiter zu verbessern."

Arbeitsministerin Dagmar Ziegler betonte: „Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie gehört mit zu den Initiatoren der seit 2000 bestehenden gemeinsamen landesweiten Gründungsinitiative. Ich begrüße, dass jetzt weitere Partner dazugekommen sind, um Eigeninitiative und Eigenverantwortung von Gründerinnen und Gründern in Brandenburg zu unterstützen. Das Arbeitsministerium bringt vor allem die Kompetenz der Lotsendienste in das Gründungsnetz Brandenburg ein, die Frauen und Männer vor ihrem Schritt in die Selbständigkeit qualifiziert beraten und begleiten. Außerdem bieten wir unsere langjährigen Erfahrungen bei der Existenzgründungsförderung von Frauen, Migranten, Hochschulabsolventen und Jugendlichen an. Die Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds, die wir dafür einsetzen, leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsförderung."

Wissenschaftsministerin Prof. Johanna Wanka hob hervor: „Wissen schafft Arbeit. Wissenschaft und Forschung stehen in hoher Verantwortung für die ökonomische Entwicklung. Ich freue mich, dass sie als Partner im Netzwerk dieser Verantwortung gerecht werden. Mit Gründerlehrstühlen an den Hochschulen oder auch dem inzwischen landesweit agierenden Brandenburgischen Institut für Existenzgründungen und Mittelstandsförderung, existieren hierfür bewährte Instrumente, die es im Netzwerk zu entfalten und weiterzuentwickeln gilt."

Bildungsminister Holger Rupprecht sagte: „Eigeninitiative und Selbstständigkeit sind heute mehr denn je gefragt, denn die Übergänge zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbstständigkeit werden immer fließender. Gerade für Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, Eigenverantwortlichkeit, Eigeninitiative und Selbstständigkeit zu üben und unternehmerisches Denken und Handeln frühzeitig im Unterricht kennenzulernen. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport unterstützt diese Entwicklung und hat in den vergangenen Jahren sein besonderes Augenmerk auf die Verbesserung der Situation der wirtschaftlichen Bildung und Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern gerichtet. Als Mitinitiator der Brandenburger Gründungsinitiative im Jahr 2000 haben wir die Gedanken von Existenzgründung und Selbstständigkeit in die Rahmenlehrpläne verschiedener Fächer einfließen lassen. Die Vielzahl der unterschiedlichen im Land existierenden Schülerfirmen sind Beleg dafür, dass wir uns auf einem guten Weg befinden."

Die vier neuen Partner des Gründungsnetzes Brandenburg stellen sich vor:

Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH
Die Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH ist eine privat-wirtschaftlich organisierte Selbsthilfeeinrichtung der mittelständischen Wirtschaft, die mit Hilfe von 80%igen Bürgschaften für gewerbliche Kredite die Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erleichtert bzw. ermöglicht. Seit Gründung der Bürgschaftsbank Brandenburg in 1991 stellt die Begleitung von Existenzgründerinnen und Existenzgründern mit 30% bis 40% ihres Geschäftsvolumens einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit dar. In der Gesamtzahl von insgesamt ca. 4.700 verbürgten Unternehmen und 1,2 Mrd. Euro verbürgten Krediten/Beteiligungen waren ca. 2.200 Existenzgründer und ca. 420 Mio. Euro verbürgte Kredite vertreten. Die Bürgschaftsbank Brandenburg begleitet seit mehreren Jahren die Tätigkeit der Gründerinitiative AGiL und begrüßt die noch engere und verbindlichere Verzahnung der im Gründungsnetz Brandenburg organisierten Partner, zu denen sie selbst zählt.
Mit der Unterstützung bei der Finanzierung von Existenzgründungsvorhaben, einem wöchentlichen Beratungstag für Existenzgründer, diversen Vortragsveranstaltungen und einem Stand bei der jährlich stattfindenden deGUT (Deutsche Gründer- und UnternehmerTage) wird die Bürgschaftsbank Brandenburg im Rahmen des „Gründungsnetz Brandenburg" ihren Beitrag für die koordinierte und konzentrierte gemeinschaftliche Begleitung von Existenzgründerinnen und Existenzgründern im Land Brandenburg weiterhin leisten.

Nähere Infos zur Bürgerschaftsbank unter: www.bbimweb.de
InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB)
Als zentrales Förderinstitut des Landes Brandenburg unterstützt die ILB Existenzgründer und Unternehmer durch Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen, Bürgschaften sowie Risiko- und Beteiligungskapital aus Mitteln des Landes, des Bundes, der Europäischen Union und aus Eigenmitteln. Ihr Angebot flankiert die Bank durch zahlreiche Initiativen und umfassende Beratung. Die ILB ist damit eine der tragenden Säulen des neuen Gründungsnetzes Brandenburg. Seit Gründung der ILB vor 15 Jahren hat die Bank 19.000 Projekte von Existenzgründern und Unternehmern gefördert und begleitet. Mit der darauf entfallenen Fördersumme von rund 1,6 Mrd. EUR verbinden sich Investitionen von über 8,5 Mrd. EUR und die Schaffung und Sicherung von 32.000 Arbeitsplätzen. Die ILB organisiert und verantwortet mittlerweile die wesentlichen Gründer- und Unternehmensinitiativen in Brandenburg. Dazu zählen neben der offiziellen Mitausrichterrolle für die Deutschen Gründer- und Unternehmertage der Lausitzer Existenzgründer Wettbewerb sowie der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) als größte deutsche regionale Initiative für Existenzgründer. Allein über den BPW sind bisher über 900 Unternehmen und 3.500 neue Arbeitsplätzen in der Region entstanden.
Darüber hinaus hat die ILB allein in 2006 in Zusammenarbeit mit der ZAB GmbH, den Kammern, der Bürgschaftsbank Brandenburg sowie den regionalen Instituten der Wirtschaftsförderung in rund 2.300 Terminen professionell und wettbewerbsneutral zu Fragen der gewerblichen Förderung in allen Regionen des Landes beraten. Hinzu kommen über 16.000 telefonische Anfragen.
Informationen im Internet unter www.ilb.de , www.b-p-w.de oder www.degut.de

ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB)
Mit über 520 Ansiedlungsprojekten und mehr als 20.000 neuen Arbeitsplätzen seit 2001 hat die ZAB für die Strukturentwicklung des Landes ein erfreuliches Ergebnis vorzuweisen. Durch die Unterstützung von 1.300 Innovationsprojekten und 300 High-Tech-Existenzgründungen konnte die Entwicklung eines innovativen Mittelstandes und der Strukturbildungsprozess in Brandenburg in den letzten fünf Jahren erfolgreich beschleunigt werden. In diesem Kontext hat sich die ZAB als erster Ansprechpartner für Gründerinnen und Gründer mit innovativen und technologieorientierten Vorhaben im Land Brandenburg profiliert. Die Stärke der ZAB ist die Verknüpfung regionaler und branchenorientierter Expertisen sowie ihre enge Vernetzung mit allen relevanten Partnern im Land. Gründerinnen und Gründer werden durch Fachexperten in allen Gründungsphasen von der Idee bis zum Markteintritt beraten und begleitet. Sie profitieren dabei vom breiten Leistungsspektrum der ZAB, das alle Fragen der Wirtschafts-, Innovations- und Außenwirtschaftsförderung, der Energieberatung, des Technologietransfers und des Clustermanagements umfasst. Gemeinsam mit der LASA Brandenburg GmbH organisiert die ZAB mit dem ESF-geförderten Projekt „Innovationen brauchen Mut" eine individuelle beratende Begleitung besonders anspruchsvoller Vorhaben in der Gründungs- und Nachgründungsphase mit ausgewählten Unternehmensberatern und Coaches.
Nähere Infos zur ZAB unter: www.zab-brandenburg.de

Landesagentur für Struktur und Arbeit (LASA) Brandenburg GmbH

Die LASA ist das arbeitsmarktpolitische Dienstleistungsunternehmen im Land Brandenburg. Sie berät Städte und Kommunen, Landkreise und die Landesregierung, setzt das Landesprogramm „ Qualifizierung und Arbeit für Brandenburg" aktiv um, wirkt als Initiator und Multiplikator bei der regionalen Umsetzung moderner Konzepte der Arbeitsmarktpolitik und unterstützt marktwirtschaftliche Anpassungsprozesse in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Als Mitglied des Gründungsnetzes Brandenburg wirkt die LASA als Umsetzungsagentur für eine Vielzahl von Existenzgründungsförderprogrammen des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie (MASGF). Mit Wirkung vom 1. März 2007 werden auf der Grundlage der „Richtlinie des MASGF zur Förderung der qualifizierenden Beratung von Gründungswilligen in der Vorgründungsphase, von Existenzgründerinnen und -gründern in der Startphase sowie bei der Begleitung von Unternehmensnachfolgen"

  • Beratungsstellen für die Unternehmensnachfolge in den drei Kammerbezirken des Landes Brandenburg gefördert
  • in allen 18 Landkreisen und kreisfreien Städten des Landes Brandenburg regionale Lotsendienste für Existenzgründung gefördert
  • ein spezifischer Lotsendienst für die Existenzgründung von Migranten im Land Brandenburg gefördert
  • an allen 9 Hochschulen des Landes Brandenburg spezifische Lotsendienste zur Unterstützung der Gründungsabsichten von Studenten, wissenschaftlichen Mitarbeitern und ehemaligen Absolventen gefördert.
  • Auf der Basis von Förderprogrammen fördert das MASGF über die LASA GmbH Brandenburg weiterhin folgende Gründungsaktivitäten
  • „Gründungswerkstätten für Jugendliche" in allen drei Kammerbezirken des Landes Brandenburg
  • Ein Modellprojekt zur Unterstützung von innovativen Unternehmensgründungen im Land Brandenburg

Die LASA ist vom MASGF weiterhin beauftragt, die geförderten Projektträger im Rahmen eines Qualitätssicherungsverfahrens zu begleiten und die Anwendung von Qualitätsstandards zu sichern. Damit wirkt die LASA als aktiver Partner des Gründungsnetzes Brandenburg und befördert das Gründungsklima im Land Brandenburg.

Nähere Infos zur LASA unter: www.lasa-brandenburg.de