Testament oder Erbvertrag

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Sowohl in einem Testament als auch in einem Erbvertrag legen Sie als Alt- Eigentümerin oder Alt-Eigentümer fest, wer Ihr Unternehmen erben soll. Sowohl Testament als auch Erbvertrag haben Vorrang gegenüber der gesetztlichen Erbfolge. Vergessen Sie nicht, dass nahen Angehörigen (Eltern, Ehegatten, Kindern, Enkeln) eine gesetzliche Abfindung zusteht, der Pflichtteil. Solche Abfindungen können für den Nachfolger und das Unternehmen zum finanziellen Problem werden. Regeln Sie darum in Testament und Erbvertrag eindeutig, wie die Ansprüche der gesetzlichen Erben befriedigt werden sollen.

Wichtig: Beziehen Sie auf jeden Fall einen Rechtsanwalt oder Notar sowie einen Steuerberater in Ihre Vorbereitungen mit ein.

Testament
Ein Testament können Sie als Alt-Eigentümerin oder Alt-Eigentümer ganz nach Ihren Vorstellungen aufsetzen und jederzeit ändern.

Erbvertrag
Anstelle eines Testaments können Sie Ihre Nachfolge auch durch einen Erbvertrag regeln. Der Vertragspartner, der künftige Erbe, braucht keinem bestimmten Personenkreis anzugehörten. Das ist z.B. dann sinnvoll, wenn Sie Ihr Unternehmen vererben, dieses Erbe aber mit bestimmten Gegenleistungen verbinden wollen. Genauere Bedingungen, Auflagen oder Gegenleistungen können Sie in einem Erbvertrag regeln. Diesen Erbvertrag können Sie später nur ändern, wenn alle Vertragspartner zustimmen.

Gesellschaftervertrag
Achten Sie darauf, dass Testament oder Erbvertrag ggf. mit einem Gesellschaftervertrag in Einklang stehen. Wenn nämlich dieser Gesellschaftervertrag bei Ihrem Ausscheiden eine andere Regelung vorsieht, als Sie es in Ihrem Testament oder Erbvertrag festgelegt haben, dann gilt die Regelung laut Gesellschaftervertrag. Die Nachfolgeregelungen sollten daher im Gesellschaftervertrag und dem Testament übereinstimmen.

Letzte Aktualisierung: 31.08.2016

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