Übernahmeplanung

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Je mehr Zeit Sie sich für die Vorbereitung einer Unternehmensübernahme nehmen desto besser. Orientieren Sie sich dabei an den folgenden Schritten:

1. Stufe:

  • Unternehmen suchen: Wenn Sie nicht den familieneigenen Betrieb oder den Betrieb Ihres Arbeitnehmers übernehmen, helfen Ihnen Unternehmensbörsen und Anzeigen in Kammerzeitschriften bei der Suche nach einem geeigneten Unternehmen.
  • Unternehmen kennen lernen: Auch wenn Sie sich zunächst nur einen ersten Eindruck verschaffen wollen, sollten Sie bereits hier einen kompetenten Berater hinzuziehen.
  • Unternehmer kennen lernen: Wenn Sie vorhaben, die Übergangszeit gemeinsam mit dem Alt-Unternehmer zu führen, sollten Sie sicher sein, dass "die Chemie" stimmt. Sie müssen beispielsweise wissen, wie Sie selbst und Ihr Gegenüber sich in Konfliktsituationen verhalten.

2. Stufe:

  • Unternehmenswert ermitteln: Wenn Ihr erster Eindruck positiv war, müssen Sie jetzt das Unternehmen genau "unter die Lupe nehmen". Tun Sie das in jedem Fall mit Hilfe eines Beraters.
  • Unternehmenspreis ermitteln: "Den" Preis für ein Unternehmen gibt es nicht. Er richtet sich immer nach Angebot und Nachfrage. Grundlage sind natürlich die Unternehmenswerte und vor allem die Ertragsaussichten. Ziehen Sie bei den Preisverhandlungen einen Berater hinzu, der sowohl von Ihnen als auch vom Alt-Unternehmer akzeptiert wird.
  • Businessplan erstellen: Für die Übernahme eines Unternehmens benötigen Sie genauso wie für eine Neugründung einen schriftlichen Fahrplan: den Businessplan. Hier beschreiben Sie die gegenwärtige Situation des Unternehmens und was Sie daraus zukünftig machen möchten. Beschreiben Sie detailliert, auf welche Weise und mit welchem Ziel Sie das Unternehmen verändern möchten. Klären Sie auch, ob Sie das Unternehmen eventuell über einen gewissen Zeitraum mit dem Alt-Eigentümer gemeinsam führen werden.
  • Finanzierungskonzept erstellen: Alle Förderprogramme für Existenzgründer gelten auch für Unternehmensnachfolger. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Bank über die Finanzierung der Übertragung. Sinnvoll kann auch sein, die Finanzierung mit der Hausbank des Alt-Unternehmers zu vereinbaren.
  • Rechtliche, vertragliche und steuerliche Fragen klären: Sollte der Name des Unternehmens weiter geführt werden? Welche vertraglichen Bindungen und Haftungen existieren? Wurde das Personal über die Nachfolge informiert? Eine Vielzahl dieser Fragen müssen Sie vorab klären.
  • Vertrag schließen: Ob als externer Nachfolger oder innerhalb der Familie: Einen Übergabevertrag sollten Sie immer schließen. Hierbei helfen Ihnen Notare.
Letzte Aktualisierung: 30.09.2015

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