Kauf durch Beschäftigte

Wenn der Alteigentümer ausscheidet, können ein oder mehrere Beschäftigte das Unternehmen übernehmen und weiterführen. Der Vorteil ist, dass die Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter die Stärken und Schwächen „ihres" Unternehmens meist besser als jeder „fremde" Nachfolger kennen.  Das hat für den Alteigentümer den Vorteil, dass er sich auf eine erfolgreiche Fortführung seiner Arbeit eher verlassen kann und seine Altersversorgung z.B. durch eine Rente seitens der Nachfolgerin oder des Nachfolgers sicherer ist. Aber: Angestellte des Unternehmens sind in aller Regel keine „Millionäre" und müssen sich oft für den Kauf des Unternehmens einen hohen Anteil an Fremdkapital leihen. Darum ist es aus ihrer Sicht besonders wichtig, dass

  • das zu übernehmende Unternehmen so ertragreich ist, dass sie Zinsen und Tilgung regelmäßig erwirtschaften können,
  • sie ausreichende Sicherheiten für die Finanzierung anbieten können, ohne den Handlungsspielraum für notwendige Investitionen zu sehr einzuschränken.

Für den Fall, dass Alteigentümer und Nachfolger/-in für eine Übergangszeit gemeinsam das Unternehmen leiten, müssen sich beide darauf einstellen, eine neue Rolle zu spielen:

  • Die Alteigentümerin oder der Alteigentümer muss akzeptieren, nicht mehr „die erste Geige" zu spielen und sich dem neuen „Regiment" seines bzw. seiner ehemaligen Untergebenen unterzuordnen.
  • Die Nachfolgerin oder der Nachfolger müssen sich darauf einstellen, ihrem ehemaligen Chef gegenüber (und ggf. auch den Rest der Belegschaft) nun als Unternehmensführung aufzutreten.
Letzte Aktualisierung: 30.09.2015

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