Kauf und Finanzierung

© Fotolia

Um ein Unternehmen zu übernehmen, benötigen Sie meist mehr Startkapital als bei einer Neugründung, da Sie in aller Regel den Kaufpreis finanzieren müssen. Wichtig ist eine gute Beratung durch einen Steuerberater und Rechtsanwalt von Anfang an.

Stellen Sie daher zunächst eigene kritische Fragen:

  • Wie hoch ist der Unternehmenspreis?
  • Wie viel wollen bzw. können Sie in eine Unternehmensübernahme investieren?
  • Wie viel Eigenkapital steht Ihnen zur Verfügung?
  • Wie groß ist der zusätzliche Finanzbedarf?

Informieren Sie sich über öffentliche Förderprogramme des Landes Brandenburg sowie der KfW Bankengruppe. Förderprogramme können nicht nur für Neugründungen, sondern auch für Betriebsübernahmen genutzt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Unternehmenskaufpreis zu bezahlen.

Einmalzahlung
Wenn Sie als Käufer die gesamte Summe auf einmal bezahlen, ist Ihr Kapitalbedarf entsprechend hoch. Allerdings können Sie die geforderte Summe möglicherweise mit günstigen öffentlichen Existenzgründungsdarlehen finanzieren. Berücksichtigen Sie bei der Ermittlung Ihres Finanzierungsbedarfs auf alle Fälle, dass trotz Zinszahlung und Kredittilgung die Zahlungsfähigkeit Ihres Unternehmens gesichert bleibt.

Wiederkehrende Zahlungen
Wiederkehrende Zahlungen können Rente, Ratenzahlung oder dauernde Last sein.

  • Rente
    Bei der Rente handelt  es sich meist um eine Leibrente. Die Leibrente wird bis zum Tod des Nutznießers gezahlt.
  • Ratenzahlung
    Der Kaufpreis kann auch per Ratenzahlung entrichtet werden, um dem Erwerber die Finanzierung zu erleichtern.
  • Dauernde Last
    Hier geht es um eine Art von Ratenzahlung über mindestens zehn Jahre. Die Zahlungen kommen zwar regelmäßig, müssen aber nicht immer gleich hoch ausfallen (z.B. dann, wenn sie sich nach dem Unternehmensgewinn richten).

Für Sie als Käufer schont der Kauf gegen wiederkehrende Leistungen Ihre Liquidität, da Sie weniger Geld auf einmal benötigen und vielleicht auch kein Fremdkapital in Anspruch nehmen müssen. Allerdings gibt es für den Verkäufer Risiken, z.B. wenn der Nachfolger insolvent wird und nicht weiter bezahlen kann. Ob Rente, Rate oder dauernde Last: Welche Variante für Sie als Verkäufer oder Nachfolger die günstigste ist, hängt vor allem von den jeweiligen steuerlichen Auswirkungen ab.

Letzte Aktualisierung: 31.08.2016

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg

Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

E-Mail: Gründungsnetz