Sachliche Voraussetzungen

© Harald Hirsch

An der Übergabe eines Unternehmens in neue Hände sind immer mehrere Personen beteiligt: Unternehmer bzw. Unternehmerin, Nachfolger bzw. Nachfolgerin, Familienangehörige, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und natürlich die Kunden und Lieferanten. Ausführlich miteinander zu sprechen, spielt für einen erfolgreichen Übergabeprozess daher eine zentrale Rolle. Auch Unternehmensberater, Rechtsanwälte und Steuerberater frühzeitig mit einzubeziehen, ist wichtige Voraussetzung dafür, dass alles "glatt über die Bühne geht". Dabei müssen u.a. folgende Fragen geklärt werden:

  • Wann scheidet der Unternehmer aus dem Unternehmen aus?
  • Auf welche Weise soll das Unternehmen an die Nachfolgerin bzw. den Nachfolger übergeben werden?
  • Wie hoch ist der Unternehmenswert?
  • Wie hoch ist der Kaufpreis?
  • Welche finanziellen Mittel werden benötigt?
  • Welche Ansprüche haben eventuelle Mit-Erben im Erbfall?
  • Welche rechtlichen bzw. vertraglichen Aspekte sind zu berücksichtigen?
  • Welche steuerlichen Auswirkungen hat die Übertragung?

Eine Unternehmensübertragung ist immer ein Gemeinschaftsprojekt. Übergeber und Übernehmer sollten daher gemeinsam die einzelnen Schritte planen und die unterschiedlichen Interessen aufeinander abstimmen. Hauptziel aller Planung muss sein, das Fortbestehen des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze zu sichern. Ziehen Sie daher frühzeitig externe Berater hinzu, die beide Seiten akzeptieren.

Notfallplanung:

Auch wenn Sie noch nicht daran denken, sich als Unternehmer zur Ruhe zu setzen, sollten Sie dennoch für den Notfall gewappnet sein. Wer übernimmt die Geschäftsführung Ihres Betriebs, wenn Sie kurzfristig ausfallen? Eine Notfallplanung (wie z.B. Notfall-Fahrplan, Vollmachten, Zweitschlüssel, Dokumentenkopien etc.) sollte für diesen Fall immer vorhanden sein.

Letzte Aktualisierung: 31.08.2016

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