Ältere Gründerinnen und Gründer

Die geburtenstarken Jahrgänge sind "in den Fünfzigern". Gleichzeitig geht die Zahl der Geburten zurück. Für Ältere wird es zudem zunehmend schwieriger, aus der Arbeitslosigkeit heraus ein Arbeitsverhältnis zu finden. Daher zählen schon heute immer mehr Gründerinnen und Gründer zur Gruppe „50 plus". Ältere Gründerinnen und Gründer haben Jüngeren eines voraus: ihre Lebenserfahrung. Dadurch gehen sie erwiesenermaßen sehr zielgerichtet in den verschiedenen Gründungsphasen vor. Typisch für sie sind auch Planungs- und Führungserfahrung durch Berufstätigkeit und - insbesondere bei Frauen - durch die Familienarbeit. Außerdem haben sie meist ein gefestigtes Selbstvertrauen, eine realistische Risikoeinschätzung und Erfahrungen damit, Verantwortung zu tragen, langjährige Berufserfahrungen, Erfahrungen in der Arbeitsorganisation, Kommunikations- und Teamfähigkeit und vielfältige Kontakte zu potenziellen Kunden.

Grundsätzlich stehen natürlich auch älteren Gründerinnen und Gründern die gängigen Förderdarlehen zur Verfügung.

Kredite
Gründerinnen und Gründer ab dem 50. Lebensjahr haben erfahrungsgemäß häufiger Schwierigkeiten, Bankkredite oder Förderdarlehen zu erhalten. Die Finanzinstitute unterstellen bei Älteren höhere Risiken. Wichtig ist daher ein Erfolg versprechendes Unternehmenskonzept mit einem genauen Rückzahlungsplan.

Mikrokredit Brandenburg

Der Mikrokredit Brandenburg ist ein neues Finanzinstrument für Leute mit Ideen und Plänen. Das Darlehensprogramm ist speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen zugeschnitten – von der Vorgründungsphase bis zehn Jahre nach der Gründung. Als Gründerin und Gründer oder Jungunternehmen bekommen Sie schnell und unbürokratisch Ihren Mikrokredit von 2.000 Euro bis zu 25.000 Euro – als Startkapital für die Geschäftsgründung oder als Darlehen für Anschaffungen. Der Zinssatz beträgt aktuell 1,77 Prozent. Der Mikrokredit wird komplett in einer Summe ausgezahlt.

Förderung bei fehlendem Eigenkapital
Vor allem langzeitarbeitslose ältere Gründerinnen und Gründer haben ein angespartes Sparguthaben aufgebraucht. Daher fehlt Ihnen häufig Eigenkapital für den Start in die Selbständigkeit. Für sie kommen Zuschüsse und die Förderdarlehen in Frage, die auch bei geringem oder keinem Eigenkapital gewährt werden können.

Kaufmännisches Know-how
Trotz langjähriger Berufs- und Branchenerfahrungen fehlen vielen älteren Gründerinnen und Gründern das erforderliche kaufmännische Know-how und notwendige betriebswirtschaftliche Kenntnisse (z.B. zu Kundenakquise, Verkauf, Vertrieb). Sie sollten vor allem die Weiterbildungsangebote der Kammern und Branchenverbände nutzen oder über eine Teamgründung mit einem kaufmännisch versierten Partner nachdenken.

Wiedereinsteigerinnen
Viele Frauen, die nach einer Familienpause wieder ins Arbeitsleben zurückkehren, müssen ihre Fachkenntnisse auf den neuesten Stand bringen: Auch sie sollten vor allem die Weiterbildungsangebote der Kammern und Branchenverbände nutzen. Oft haben sie Probleme, das Startkapital für eine Gründung zu beschaffen. Mögliche Förderdarlehen auch bei geringem oder ohne Eigenkapital sind: der Mikrokredit Brandenburg, der ERP-Gründerkredit - StartGeld sowie der Mikrokreditfonds Deutschland.

Letzte Aktualisierung: 30.08.2016

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