Migrantinnen und Migranten

© Fotolia

Das Aufenthaltsgesetz bzw. Freizügigkeitsgesetz/EU regelt, welche Voraussetzungen für den Aufenthalt in Deutschland und zur Ausübung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit erfüllt sein müssen.

Staatsbürger aus einem EU-Mitgliedsland (oder einem der EWR-Staaten oder der Schweiz)

  • Innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten sowie mit den EWR-Staaten und der Schweiz gelten Freizügigkeit und Gewerbefreiheit. EU-Bürger benötigen keine Aufenthaltserlaubnis, wenn sie sich in einem anderen Mitgliedsstaat niederlassen wollen, und dürfen in allen Mitgliedsstaaten ein Unternehmen gründen.
Staatsbürger aus einem Nicht-EU-Staat
  • Staatsbürger aus einem Nicht-EU-Staat, die nach Deutschland einreisen wollen, um sich selbstständig zu machen, müssen einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel zum Zweck der selbstständigen Gewerbeausübung bei der zuständigen Auslandsvertretung der Bundesrepublik Deutschland stellen. Ausländern, die sich bereits in Deutschland aufhalten und eine Aufenthaltserlaubnis zu einem anderen Zweck als dem der selbständigen Tätigkeit besitzen, kann die selbstständige Tätigkeit durch die Ausländerbehörde erlaubt werden.
  • Für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der selbständigen Tätigkeit muss ein wirtschaftliches Interesse oder ein regionales Bedürfnis bestehen. Zudem sollte die selbständige Tätigkeit positive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft erwarten lassen und die Finanzierung der Umsetzung gesichert sein.
  • Die Beurteilung, ob diese Voraussetzungen gegeben sind, richtet sich nach der Tragfähigkeit der Geschäftsidee, der unternehmerischen Erfahrungen, der Höhe des Kapitaleinsatzes, den Auswirkungen auf die Beschäftigungs- und Ausbildungssituation und dem Beitrag für Innovation und Forschung. Dazu setzt sich die Ausländerbehörde vor ihrer Entscheidung mit den fachkundigen Körperschaften vor Ort, den zuständigen Gewerbebehörden, den öffentlich-rechtlichen Berufsvertretungen und den für die Berufszulassung zuständigen Behörden in Verbindung.
Ausländische Akademiker und Akademikerinnen
  • Ausländische Akademiker und Akademikerinnen, die an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule oder vergleichbaren Ausbildungseinrichtungen in Deutschland ihr Studium abgeschlossen haben oder als Forscher bzw. Wissenschaftler eine Aufenthaltsgenehmigung (§ 18 oder § 20 AufenthG) besitzen, können eine selbstständige Tätigkeit aufnehmen, wenn diese im Zusammenhang mit ihren erworbenen Kenntnissen oder Tätigkeiten als Forscher oder Wissenschaftler steht.
Einheitlicher Ansprechpartner (EAP Brandenburg)
  • Der Einheitliche Ansprechpartner für das Land Brandenburg ist seit dem 28.12.2009 für Dienstleister tätig und steht Ihnen als Verfahrensmittler und für Informationsanfragen zur Verfügung. Die Einrichtung des Einheitlichen Ansprechpartners basiert auf der EU-Dienstleistungsrichtlinie. Hier können Sie die relevanten Verfahren und Formalitäten abwickeln und sich so die Aufnahme oder Ausübung einer Dienstleistungstätigkeit deutlich vereinfachen. Durch die Tätigkeit des EAPBbg werden die Verwaltungswege im Land Brandenburg für Dienstleister aus dem In- und Ausland damit spürbar verkürzt.
Lotsendienste
  • Spezialisierte Lotsen helfen Migranteninnen und Migranten bei der Klärung von Fragen vor der Gründung.

Weitere Informationen

Downloads zum Thema

Weiterführende Links

Letzte Aktualisierung: 18.12.2015

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg

Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

E-Mail: Gründungsnetz